Sonntagmorgen

Die besten Sonntage sind die, bei denen man nicht weiß, dass es einer ist. wenn man aufwacht und blinzelt und kurz vergessen hat, wie man heißt und wo man ist, man ist für den Bruchteil einer Sekunde orientierungslos und ganz neu in der Welt. Man hat Sand in den Augen und ein Rauschen in den Ohren und könnte auch am Meer liegen und nicht in einem Bett. In diesem kleinsten aller kleinen Augenblicke ist alles möglich und könnte man ihn nutzen, könnte man sich neu erfinden. Und dann realisiert man, wer man ist und wo man ist, das Herz schlägt schneller und macht dich bereit zum aufstehen und du rutschst in die Routine hinein wie ein Blatt Papier zwischen Kommode und Wand und machst dich zum Aufstehen bereit. Du reibst die Augen und greifst nach dem Handy um zu sehen, wie spät es ist. Und dann merkst du auf einmal, dass es Sonntag ist. Du musst nicht zur Arbeit oder zur Uni, dein Herz hüpft kurz und du spielst all die Möglichkeiten durch, die sich auf einmal ergeben. Am besten ist es dann, wenn die Sonne scheint. Nicht direkt ins Gesicht, sondern zwischen den Jalousien fein gefilterte Strahlen schlängeln sich bis zu deinen Wimpern durch. Dann stehst du auf.

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