Ein literarischer Blog

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Wunschzettel für ein gutes Leben

6. September 2015

Auf Bordsteinen tanzen, die Bierflasche schwenken, am Spielplatz ankommen und auf die Schaukel steigen, Geheimnisse flüstern und das Knie anpiksen, sich rüber beugen und die Augen schließen, Lippen suchen und finden und spielen. Whatsappnachrichten und Geheimtreffen, zusammenwachsen und in Armen einschlafen, das Gesicht in die Halskuhle drücken und gemeinsam atmen, die Haare raufen und den […]

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Poseidons Söhne

6. September 2015

Es ist ein heißer Tag, die Luft steht, es geht kein einziger Windhauch. Langsam läufst du nach Hause, der Weg ist die vertraut – einmal hin, einmal zurück, jeden Tag. Es ist dein Arbeitsweg, war dein Arbeitsweg, denn Arbeit hast du seit eben keine mehr. Online Marketing lohnt sich nicht mehr, sagte dein Chef. Zudem […]

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Elsbeth und der Holzfäller

26. Juli 2015

Wenn Elsbeth aufsteht, ist immer schon jemand da. Meist ist es Erika, die die Vorhänge auf zieht, die Kissen ausschüttelt und Tee bringt. Morgens ist vieles klarer als später dann am Abend. Dass Georg nicht im Bett neben ihr liegt, erscheint ihr irgendwie vertraut; sie wischt sich den Schlaf aus den Augen, richtet sich auf […]

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16. März 2014

„Um dich zu vergessen, lebte ich jahrelang bei den Tieren im Wald. Jetzt kann ich denken wie sie. (Sie denken übrigens alle immer an dich.)“ — stephan porombka (@stporombka) 12. März 2014

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Zwei Terabyte.

23. Dezember 2013

Festplatten sind wie schwarze Löcher, die einen durch einen Zeittunnel einsaugen und anschließend wahllos durch die Gegend schleudern. „Jetzt mit 2 TB Speicher!“ in Anzeigen für PCs und Macs liest sich für mich nur wie „Zwei Terabyte Horror, Nostalgie, Sentimentalität und Rotweinabende mit Heulen in der Embryostellung zu peinlich pathetischer Musik!“. Wirklich, diese unfassbar großen […]

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Sterben üben.

18. Dezember 2013

ch laufe in einem Wolkenkratzer umher, viel Glas, viel Metall. Neben mir laufen H. und C. und ein paar Kollegen. Ich stehe auf einer kleinen Metallbrücke innerhalb des Gebäudes und sehe hinunter; endlos viele Treppen winden sich hinab. Alle verlassen auf einmal das Gebäude, ich verstehe nicht wieso, werde nervös. C. stellt sich vor mich […]

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Am Ende bin ich nur ich selbst.

14. Dezember 2013

Meine Damen und Herren, ich bin nun hier, in medias res, das erste Tocotronic – Konzert meines Lebens, wenngleich auch nicht das erste Mal Dirk live, und das, obwohl die Musik mich seit 13 Jahren begleitet; gleich kommen Herr von Lowtzow und Co. auf die Bühne, es wird ernst, mein Herz schlägt bis zum Hals. […]

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Sterbenmüssen.

9. Dezember 2013

„Und immer wieder vergesse ich die Sache mit dem Tod. Man sollte meinen, man vergesse das nicht, aber ich vergesse es, und wenn es mir wieder einfällt, muss ich jedes Mal lachen, ein Witz, den ich mir alle zehn Minuten neu erzählen kann und dessen Pointe immer wieder überraschend ist. Denn es geht mir ja […]

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Weißer Phosphor

22. Oktober 2013

„Wissen Sie, mein Hase ist schwer krank, ich komme gerade vom Tierarzt, helfen Sie mir, den Korb in meine Wohnung zu tragen?“ sagt sie auf einmal. Ich stehe im Treppenhaus und drehe mich um, da hievt sie sich gerade schwer beladen das kleine Treppchen hoch – 1,50m groß, verhutzelt, 86 Jahre alt – meine Nachbarin. […]

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Rotweinflecken und Wiener Melange

18. März 2013

Strumpfhosen- und Lippenstiftabende, Rotweingläser im Le Troquet, Tatorte im Top-Kino zu Zipfer und Staropram, der Rausch und der Wahnsinn, die Nacht und wir. Meist zu dünn angezogen torkelten wir durch die Gassen, vom Siebten zum Ersten/Neunten, wo ich wohnte oder zum Sechsten zu dir in dein Winzzimmer mit dem Schwulen-Club gegenüber, an dessen Ecken am […]

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