Ein literarischer Blog

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Von Rutschpartien, Masterplänen und Pflastersteinen

14. März 2013

Wenn ich mit eingezogenem Kopf und den frostigen Händen in der Tasche durch die Stadt laufe, bin ich oft verwundert über die Zielstrebigkeit meiner Mitmenschen, fast schon neidisch, sie schreiten zügig aus, ganz so wie ich, jedoch zielgerichteter und mit festem, geradeaus gerichteten Blick, als hätten sie ein Ziel, einen Masterplan, das große Eine, dem […]

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Alle meine Träume beginnen gleich.

17. Februar 2013

Wenn ich ein Bild beginne, beginnt die Reise ziemlich gleich, sie beginnt mit einem Viereck, das manchmal durch Papierklebeband definiert wird, dann liegen da Stifte und Pinsel und der Aquarellkasten am Platz und ein oder zwei große Behälter mit Wasser, man braucht große Behälter, damit man nicht dauernd laufen muss und das Wasser zum Malen […]

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Nostalgie und Kniffel

21. Januar 2013

„Wie heißen diese kleinen Böller nochmal? Es war etwas sehr politisch Unkorrektes, etwas mit den Nationalsozialisten eigentlich – “ Der alte Nachbar von nebenan wirft die Würfel wieder in den Becher und lässt sie in seinen Händen rasseln. Wir kniffeln. „Ich mag keine Böller“, sage ich. Es stimmt. „Judenfürzchen! Genau! Wir meinten das damals nicht […]

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Herzschrittmacher oder auch: Liebe in Zeiten des Internet.

3. Januar 2013

Wenn Fernbeziehungen ein Broken Heart Disease sind, dann sind WhatsApp, Skype und E-Mail deine temporären Herzschrittmacher. Sie versuchen, das Organ am Schlagen zu halten, sie schicken Signale zum Sinusknoten, sodass die Muskelkontraktion nicht aufhört, es ist aber keine Dauerlösung, sondern ein Provisorium. Du musst sehr aufpassen und darfst keine großen Anstrengungen unternehmen, Tanzen gehen und […]

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Der blinde Passagier

25. Dezember 2012

Das Ende ist ein Prozess, es ist selten auf einmal da, stellt sich dann nicht plötzlich vor dich, fährt aber schon eine Weile als blinder Passagier mit, du spürst die Nähe und die Präsenz und du nickst ihm zu und fährst jedoch stur weiter. Das Ende ist der Anfang des Wollknäuels, den man trotz Rumgeknibbel […]

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Streichhölzer unter sich

16. November 2012

Wir sitzen an meinem Fenster, die Glut meiner Zigarette leuchtet meinen Gedanken den Weg in der Abenddämmerung. Ich sehe dich von der Seite an und betrachte dein Profil, das sich scherenschnittartig vom noch ein wenig bläulichen Himmel abhebt. Die Sonne hat ihren Auftritt noch nicht hinter sich, sie bereitet sich gerade für ihr Finale vor […]

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Unverständlich selbstverständlich

12. November 2012

Du läufst den Fußweg entlang und siehst auf deine Schuhe, ein Schnürsenkel steht kurz davor, sich zu lösen und auf den Asphalt abzurutschen, du nimmst das aber in Kauf weil du rennen musst, um den Bus zu erwischen. Du flitzt über Rot, weichst geschickt einem Fahrradfahrer aus und springst in den Bus, der Fahrer schaut […]

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Sonntagmorgen

5. November 2012

Die besten Sonntage sind die, bei denen man nicht weiß, dass es einer ist. wenn man aufwacht und blinzelt und kurz vergessen hat, wie man heißt und wo man ist, man ist für den Bruchteil einer Sekunde orientierungslos und ganz neu in der Welt. Man hat Sand in den Augen und ein Rauschen in den […]

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Neurotransmitter

4. November 2012

Und dann ist wieder alles anders. Wenn du eine Brezel aus der knisternden Tüte ziehst und die Salzkörner überall hin springen, wenn du dir die Schuhe zubindest oder auch auf, wenn du das Geschirr ins Regal räumst und die Müslischüsseln auf den Tellern balancierst und abstützt, wenn du joggen bist oder ein Blatt von einem […]

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